Die Vorsorge in der Schweiz: das 3-Säulen-System erklärt
Von Hippolyte Surer, Gründer von RetirePlan · Aktualisiert im Juni 2026
Die Schweizer Altersvorsorge ruht auf drei Säulen: der AHV (1. Säule), der beruflichen Vorsorge / Pensionskasse (2. Säule, BVG) und der privaten Säule 3a (3. Säule). Zusammen sollen sie Ihren Lebensstandard im Ruhestand sichern. Dieser Leitfaden erklärt einfach, wie die drei Säulen zusammenspielen und wie Sie Ihre Vorsorge optimieren.
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Die 1. Säule: die AHV
Die AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) ist obligatorisch und deckt den Existenzbedarf. Sie wird im Umlageverfahren finanziert: Die Erwerbstätigen von heute finanzieren die Renten von heute.
Die Höhe Ihrer AHV-Rente hängt von Ihren Beitragsjahren und Ihrem durchschnittlichen Einkommen ab. Beitragslücken senken die Rente, weshalb eine vollständige Beitragsdauer wichtig ist.
Die 2. Säule: die berufliche Vorsorge (BVG)
Die Pensionskasse (2. Säule) ergänzt die AHV für Arbeitnehmende ab einem bestimmten Mindestlohn. Sie funktioniert im Kapitaldeckungsverfahren: Auf Ihren Namen wird ein Altersguthaben aufgebaut.
Zusammen sollen AHV und Pensionskasse rund 60 % Ihres letzten Lohns abdecken. Bei höheren Einkommen ist dieser Anteil tiefer, weshalb die Säule 3a umso wichtiger wird.
Die 3. Säule: die private Vorsorge (Säule 3a)
Die Säule 3a ist die gebundene Selbstvorsorge. Sie ist freiwillig und steuerlich begünstigt: Einzahlungen können bis zu einem jährlichen Maximalbetrag vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.
Im Gegenzug ist das Guthaben bis zur Pensionierung gebunden, von gesetzlichen Ausnahmen abgesehen. Die Säule 3a schliesst die Lücke zwischen Ihren Renten und den oft nötigen 80 % des letzten Lohns.
Wie die drei Säulen zusammenspielen
Die 1. und 2. Säule bilden die Basis, die 3. Säule schliesst die Vorsorgelücke. Erst zusammen ergeben sie das Bild Ihrer künftigen Einkünfte im Ruhestand.
Eine gute Planung betrachtet alle drei Säulen gemeinsam, samt Steuern und Bezugsstrategie. Genau das macht RetirePlan: eine Gesamtprojektion statt isolierter Zahlen.
Häufige Fragen
- Was ist das 3-Säulen-System?
Es ist die Struktur der Schweizer Vorsorge: die AHV (1. Säule, Existenzsicherung), die berufliche Vorsorge / Pensionskasse (2. Säule, BVG) und die private Säule 3a (3. Säule). Zusammen sollen sie Ihren Lebensstandard im Ruhestand sichern.
- Wie hoch ist die Rente aus der 1. und 2. Säule?
AHV und Pensionskasse zielen zusammen auf rund 60 % des letzten Lohns bei mittleren Einkommen. Bei höheren Einkommen ist der Anteil tiefer, weshalb die Säule 3a den Unterschied zu den oft nötigen 80 % ausmacht.
- Ist die Säule 3a obligatorisch?
Nein. Die Säule 3a ist freiwillig, aber steuerlich begünstigt: Einzahlungen sind bis zu einem jährlichen Maximalbetrag abzugsfähig. Das Guthaben ist bis zur Pensionierung gebunden.
- Wie kann ich meine Vorsorge optimieren?
Indem Sie die drei Säulen gemeinsam betrachten: AHV-Beitragslücken schliessen, Einkäufe in die Pensionskasse prüfen, die Säule 3a maximal ausschöpfen und die Bezüge steueroptimiert staffeln.
Mehr dazu
Quellen : Schweizer 3-Säulen-System, AHV / IV, BVG, BVV3, Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV).
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