Pflegeheim und Gesundheitskosten: die Ausgaben am Lebensende vorausplanen
Von Hippolyte Surer, Gründer von RetirePlan · Aktualisiert im Juni 2026
Die Gesundheitskosten steigen mit dem Alter, und ein Aufenthalt im Pflegeheim gehört zu den schwersten Ausgaben der Pensionierung. In der Schweiz kostet ein Monat im Pflegeheim oft mehrere Tausend Franken. Dieser Leitfaden erklärt, wie sich diese Kosten finanzieren, welche Rolle die Ergänzungsleistungen spielen und wie Sie sie in Ihrer Planung vorwegnehmen.
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Ausgaben, die mit dem Alter steigen
Die ersten Jahre der Pensionierung sind oft die aktivsten. Mit dem Alter sinken die Ausgaben für Freizeit, doch die Kosten für Gesundheit und Betreuung steigen: Pflege zu Hause, Haushaltshilfe und manchmal später ein Aufenthalt im Pflegeheim.
Diese Kosten werden nicht allein von der Grundversicherung gedeckt: Franchise, Selbstbehalt, Betreuungskosten und Unterkunft bleiben weitgehend zulasten der pensionierten Person.
Die Kosten eines Pflegeheimaufenthalts
Ein Aufenthalt im Pflegeheim umfasst drei grosse Posten: die Pflege (teilweise von Krankenversicherung und Kanton übernommen), die Betreuung und die Unterkunft. Die beiden letzten Posten gehen zulasten der Bewohnerin oder des Bewohners.
Insgesamt entspricht ein Monat im Pflegeheim oft mehreren Tausend Franken, mit grossen Unterschieden je nach Kanton, Einrichtung und nötigem Pflegegrad. Über mehrere Jahre kann die Rechnung das Vermögen ernsthaft angreifen.
Die Pflege zu Hause (Spitex)
Vor oder anstelle des Pflegeheims greifen viele Menschen auf die Pflege zu Hause zurück. Ein Teil der Pflegeleistungen wird übernommen, doch die Hilfe im Alltag (Haushalt, Mahlzeiten, Betreuung) bleibt oft kostenpflichtig.
Der Verbleib zu Hause kann günstiger sein als ein Pflegeheim, verlangt aber eine Organisation und ein Budget, das vorauszuplanen ist, besonders wenn die Hilfe täglich wird.
Die Rolle der Ergänzungsleistungen
Wenn Renten und Vermögen nicht mehr ausreichen, um die Kosten zu decken, namentlich im Pflegeheim, können die Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV und zur IV einspringen. Sie sollen ein Existenzminimum sichern und einen Teil der Kosten decken.
Der Anspruch auf EL hängt von Ihrem Einkommen und Ihrem Vermögen ab. Sie bilden ein wesentliches Sicherheitsnetz, ersparen aber nicht, eine Reserve vorzusehen, um die finanzielle Autonomie zu wahren.
Wie man diese Kosten vorausplant
Eine Reserve für Gesundheits- und Pflegekosten vorzusehen, den Versicherungsschutz zu prüfen und den Anspruch auf EL zu verstehen sind zentrale Schritte. Bei Paaren wirkt sich der Eintritt eines Partners ins Pflegeheim auch auf das gemeinsame Budget und das Vermögen aus.
Mit RetirePlan lässt sich eine Annahme steigender Gesundheitskosten in die Projektion einbeziehen, um zu prüfen, ob Ihr Kapital die Distanz hält, selbst bei Pflegebedürftigkeit.
Häufige Fragen
- Was kostet ein Pflegeheim in der Schweiz?
Ein Monat im Pflegeheim entspricht oft mehreren Tausend Franken, aufgeteilt auf Pflege, Betreuung und Unterkunft. Die Pflege wird teilweise übernommen; Betreuung und Unterkunft bleiben zulasten der bewohnenden Person, mit starken kantonalen Unterschieden.
- Wer zahlt das Pflegeheim, wenn das Vermögen nicht reicht?
Wenn Renten und Vermögen die Kosten nicht mehr decken, können die Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV und zur IV einspringen, um ein Minimum zu sichern und einen Teil der Kosten zu decken, je nach Ihrer finanziellen Situation.
- Wird die Pflege zu Hause rückerstattet?
Ein Teil der Pflegeleistungen (Spitex) wird übernommen, doch die Hilfe im Alltag (Haushalt, Mahlzeiten, Betreuung) bleibt oft kostenpflichtig. Der Verbleib zu Hause verlangt daher ein vorauszuplanendes Budget.
- Sollte man eine Reserve für die Gesundheit in der Pensionierung vorsehen?
Ja. Die Kosten für Gesundheit und Pflege steigen mit dem Alter und sind nicht alle gedeckt. Eine eigene Reserve vorzusehen schützt Ihre finanzielle Autonomie und jene Ihres Partners.
Mehr dazu
Quellen : Krankenversicherung (KVG), Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV / IV, kantonale Regelungen zu den Pflegeheimen, Spitex.
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